Kontakt  Sitemap

Pressespiegel

Seite:   1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 | 11  12  13 | 14 


Neue Westfälische / 06.11.2007

Brennen vor Leidenschaft (Stefan Schelp)
Deutsche Banken schlecht gewappnet für Kreditkrise


Die Krise in der Finanzwirtschaft sei noch nicht überstanden, sagt Matthias Graf von Krockow vor dem Industrie- und Handelsclub in Bielefeld. "Bisher sind erst 100 Milliarden Euro Verluste verdaut." Seinen Zuhörern versichert der persönlich haftende Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim gestern Abend: "Es lauern noch 150 weitere Milliarden. Die suchen eine Bilanz, auf der sie sich niederlassen."

Krockow ist einer, der sich auskennt mit Krisen. Nicht in "seinem" Bankhaus. Aber in seiner Zeit als Investment-Banker in den USA hat er sie erlebt. "Da gab es Zusammenbrüche - so etwas kennt hier keiner." Bis jetzt - denn Krockow lässt keinen Zweifel daran, dass solche Krisen auch Deutschland ereilen.

Schlecht gewappnet sei die deutsche Bankenlandschaft. Einen ruinösen Wettbewerb macht der adlige Finanzfachmann zwischen Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken aus. "Deutschland hat ja nicht einmal eine Bank, die ein Global Player ist", mokiert er sich. "Es gibt kein Finanzinstitut, dass die Muskeln hat, ein Unternehmen zu schützen." Der Wettbewerb führe dazu, dass viele Häuser nicht mehr ihr Kerngeschäft betrieben, sondern sich tummelten, wo "das Gras noch vermeintlich grün" sei. Viele hätten sich so auf unkalkulierbare Risiken eingelassen.

Sal. Oppenheim habe sich dagegen "ganz krass und nachhaltig" den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Auf Vermögensverwaltung und Investment Banking hat sich Oppenheim konzentriert. Mit 3.500 Mitarbeitern verwaltet das Haus 138 Milliarden Euro. Das Erfolgsrezept: "Man muss brennen vor Leidenschaft."


... nach oben

 

Neue Westfälische / 06.11.2007

Treuhänder eines stolzen Namens (Lothar Schmalen)
Gestern Abend: Matthias Graf von Krockow, Chef der größten Privatbank Europas, beim IHC zu Gast


"Ich war mal arm", sagte der Graf, der heute an der Spitze des vornehmen Bankhauses Sal. Oppenheim steht. Die größte Privatbank Europas, die seit März dieses Jahres nicht mehr von Köln, sondern von Luxemburg aus gesteuert wird, zählt rund 4.000 Superreiche zu ihren Kunden. Matthias Graf von Krockow steht seit April 1998 an der Spitze des Bankhauses. Gestern Abend sprach der 58-Jährige, der gleichermaßen die feine Gesellschaft wie die deutsche Hochfinanz repräsentiert, vor dem Industrie- und Handelsclub (IHC) über die "aktuelle Entwicklung der Finanzwirtschaft".

"Ich war mal arm" - damit meint der Graf, der einem alten westpreußischen Adelsgeschlecht entstammt, dass seine Familie 1945 ihr Vermögen verloren hatte und ohne Schloss in der Nähe von Trier einen Neuanfang wagen musste. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und ersten Bank-Erfahrungen in New York fing Krockow 1984 bei Sal. Oppenheim in Köln an. 1986 heiratete er mit Ilona Baronesse von Ullmann ein Mitglied der Familie Oppenheim und stieg in der Bank-Hierarchie nach ganz oben auf. Heute ist er Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter des traditionsbewussten Bankhauses. Der Mann, der einmal Schlagzeuger einer Rock`n`Roll-Band war, ist damit heute verantwortlich für 1.500 Mitarbeiter und die Verwaltung eines Vermögens von etwa zwei Milliarden Euro.

Im Revolutionsjahr 1789 hatte der deutsch-jüdische Bankier Salomon Oppenheim das Bankhaus gegründet. Heute führt die Familie, in deren Besitz sich auch das renommierte Gestüt Schlenderhan (Rheinland) befindet, das Bankhaus in siebter Generation. "Du musst brennen vor Leidenschaft", beschreibt Krockow die wichtigste Eigenschaft der Oppenheim-Gesellschafter. Nur so könne man Treuhänder eines großen Vermögens und eines stolzen Namens sein.


... nach oben

 

Westfalen-Blatt / 06.11.2007

150-Milliarden-Verlust lauert noch (Edgar Fels)
Privatbank-Sprecher Graf von Krockow sieht kein Ende der Finanzkrise


Die durch faule Hypothekenkredite ausgelöste weltweite Finanzkrise ist nach Einschätzung von Matthias Graf von Krockow (58), perönlich haftender Gesellschafter der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim, noch lange nicht ausgestanden. "150 Milliarden Euro Verlust sind bisher entstanden, weitere 150 Milliarden Euro lauern noch, weil sie noch nicht bilanziert sind", sagte von Krockow gestern Abend bei einer Veranstaltung des Industrie- und Handelsclubs OWL in Bielefeld. Die Lage der Finanzwirtschaft insbesondere in Deutschland nannte er "schlecht". Ein Grund sei das Drei-Säulen-Modell, bestehend aus Privatbanken, Genossenschaftsbanken und dem öffenlich-rechtlichen Sektor mit den Sparkassen. Die Geldinstitute befänden sich untereinander in einem "ruinösen Wettbewerb". Eine Konsolidierung, sprich Neuordnung der Bankenlandschaft, sei dringend nötig. Vor allem aber bemängelte von Krockow, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt über "keinen Globel Player" im Bankenwesen verfügt.

Sal. Oppenheim, eine der führenden Privatbanken Europas, verwaltet ein Vermögen von 148 Milliarden Euro und beschäftigt 3500 Mitarbeiter an 30 Standorten in Deutschland und Europa.


... nach oben

 

Westfalen-Blatt / 27.10.2007

Thyssen rügt Dumping bei China-Stahl (WB/in)
Dr. Schulz beim IHC


Die deutsche Stahlbranche sammelt Material für ein Anti-Dumping-Verfahren der EU gegen die Volksrepublik China.

Bislang machte China vor allem durch seinen Riesenhunger nach Energie und Rohstoffen, darunter Stahl, von sich reden. Die Nachfrage führte auf dem Weltmarkt und insbesondere in Europa zur Verknappung und zu deutlichem Preisanstieg. Umso überraschender kam beim Vortrag von Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp AG, vor Mitgliedern des Industrie- und Handelsclubs (IHC) OWL in Bielefeld die Klage, chinesische Stahlproduzenten überschwemmten Europa mit subventioniertem Stahl. "Diese Preise haben mit einem freien Wettbewerb nichts mehr zu tun." Chinesische Konzerne kauften den Rohstahl von einer staatlichen Stelle, die ihn zentral einkaufe und dann zu reduzierten Preisen weitergebe. Damit und weil sie keine Rücksicht auf die Umwelt nehmen müssten, könnten chinesische Konzerne ihre europäischen Wettbewerber trotz ineffizienter Produktion und schlechterer Qualitäten deutlich unterbieten. Schulz kritisierte weiter die fragwürdigen Methoden, mit denen sich China den Zugriff auf afrikanische Rohstoffvorkommen sichere.


... nach oben

 

Westfalen-Blatt / 27.10.2007

Klimaschutz ist eine internationale Aufgabe (Hertlein)
Chef von Thyssen Krupp zu Gast beim IHC


Die deutschen Unternehmen sehen Klimaschutz als Herausforderung - und als Chance. Schüco, das seinen Solarbereich immer weiter ausdehnt, ist das bereits bekannt. Der geschäftsführende Gesellschafter Dirk U. Hindrichs, im Ehrenamt Präsident des Industrie- und Handelsclubs (IHC) Ostwestfalen-Lippe, war in der vergangenen Woche in Berlin dabei, als deutsche Unternehmer mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten und neuen Friedesnobelpreisträger Al Gore zusammentrafen. Dieser wirbt seit Jahren in Film und Vorträgen für eine schnelle Reduzierung der die Atmosphäre belastenden Schadstoffe wie Kohlendioxid.

Wer an Stahl denkt, mag dagegen eher Hochöfen und rauchende Schlote im Blick haben. Trotzdem bekannte sich auch IHC-Gast Dr. Ekkehart Schulz, Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp AG, bei seinem Vortrag im Bielefelder Lessinghaus zur Notwendigkeit des Klimaschutzes. Allerdings forderte der Chef eines Konzerns, der 2006 mit 188 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 47,1 Milliarden Euro und einen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet hat, dass Klimaschutz international durchgesetzt werde.

Schulz, der privat in Wadersloh im Kreis Warendorf lebt, verwies auf Innovationen wie neue Hochleistungswerkstoffe, Energieträger und Verfahrenstechniken, mit denen Thyssen Krupp zum Umweltschutz beitrage. Zu berücksichtigen sei, dass der Anteil Deutschlands am weltweiten Kohlendioxidausstoß nur drei Prozent betrage. Deshalb sei eine nochmalige Reduzierung um 40 Prozent bis 2030 - bei gleichzeitigem weiteren Ausstieg aus der Kernenergie - nur schwer umsetzbar. Außerdem seien die Kosten von 175 Milliarden Euro sehr hoch. Schulz appellierte, vor allem die großen Klimasünder China und USA stärker in die Verantwortung zu nehmen.


... nach oben

 

Neue Westfälische / 27.10.2007

Müssen an Tempo zulegen (Andrea Frühauf)
ThyssenKrupp-Chef sieht Globalisierung und Klimawandel als große Chance


In Arbeitnehmerkreisen gilt er als "eiserner Ekki". Sein Herz schlägt für die Stahlbranche. Er sei hart, aber fair, sagen Betriebsräte. Doch faire Bedingungen sind es, die Ekkehard Schulz, Vorstandschef der ThyssenKrupp AG, beim globalen Wettbewerb der Stahlriesen vermisst. Denn die Chinesen hätten sich trotz gegenteiliger Behauptungen zum Stahlexporteur entwickel.

Allein in diesem Jahr würden die Chinesen 50 Millionen Tonnen Stahl exportieren. "So viel wie die deutsche Stahlindustrie insgesamt produziert." Dabei sind chinesische Stahlunternehmen noch größtenteils in Staatsbesitz und mit 50 Milliarden Dollar in den vergangenen 15 Jahren subventioniert worden, wie der Topmanager vor dem Industrie- und Handelsclub OWL in Bielefeld erläuterte.

"Das ist kein fairer Wettbewerb", konstatiert er nüchtern und kündigt ein Anti-Dumpingverfahren an ("Ich hoffe, Brüssel wird uns folgen"). Erstmals gelinge jetzt der nötige Nachweis, dass europäische Stahlproduzenten durch Importe aus China "geschädigt wurden": Im dritten Quartal schrieben mehrere europäische Stahlkonzerne bei Edelstahl rote Zahlen. "Die Provinzregionen in China haben eigene Banken und kämpfen um jeden Arbeitsplatz", sagt er. Alte, klimaschädliche Fabriken würden nicht abgerissen, sondern nur durch neue ergänzt. Die CO²-Emissionen bei der Rohstofferzeugung in China seien dreimal so hoch wie in Europa.

Schulz, der in einem Forsthaus aufgewachsen ist und heute mit seiner Frau in einem alten "für viel Geld" restaurierten Bauernkotten in Wadersloh wohnt, betrachtet Globalisierung und Klimawandel vor allem als Chance für die Wirtschaft. Energiesparmaßnahmen würden der Bauindrustrie Aufträge bringen. "Deutschland gehört anders als die USA und Großbritannien zu den Gewinnern der Globalisierung." Mit Kostendisziplin, maßvollen Tarifabschlüssen, Qualitätsprodukten, "immer noch hoher technologischer Kompetenz" und "intelligenter internationaler Arbeitsteilung" habe die deutsche Wirtschft sich Vorteile verschafft - und von der Einführung des Euro profitiert. Die Globalisierung biete langfristig positive Effekte für Arbeitsplätze.

Innovationen sind für ihn der Schlüssel zum Erfolg. Doch der 66-jährige dreifache Familienvater mahnt: "Wir müssen an Tempo zulegen." Die Bedeutung der Schwellenländer werde dramatisch zunehmen. Ihr Anteil am Welt-Bruttoinlandsprodukt werde bis zum Jahr 2020 von 22 Prozent (2005) auf 31 Prozent zulegen. "Der weltweite Energieverbrauch wird in den nächsten Jahren dramatisch wachsen und die Rohstoffpreise werden weiter steigen. "Bis zum Jahr 2022 werde der weltweite Pkw-Absatz auf gut 100 Millionen klettern. "In 250 Jahren Industrialisierung haben 25 Milliarden Menschen mehr Rohstoffe verbraucht als in den vorherigen hunderten Jahren. Das kann die nächsten 50 Jahre nicht so weitergehen." Der Chef von Deutschlands größtem Stahlkonzern fordert ressourcenschonende Fertigungsprozesse, neue Energieträger und innovative Produkte durch Zusammenarbeit von Wissenschaften (Mediziner/Ingenieure, Chemiker/Physiker). Die Pläne der Bundesregierung, den CO²-ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken, hält er für zu ehrgeizig. "Das kostet die deutsche Wirtschaft mit dem gleichzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie 175 Milliarden Euro - inklusive Energieeinsparungen." Damit sinke der Anteil von Deutschland beim weltweiten CO²-Ausstoß von nur 3 auf 2 Prozent. "Damit ist das Weltklima nicht zu retten. " IHC-Präsident Dirk U. Hindrichs widerspricht vehement gegen jedes Kostenargument: "Schon bei einer Erderwärumung um 4 bis 6 Grad müssten 450 Millionen Menschen umziehen."


... nach oben

 

Westfalen-Blatt / 10.10.2007

Yahoo!-Boss sprach beim IHC (cabo)


Die Liste prominenter Referenten im Lessinghaus ist gestern Abend durch Terry von Bibra erweitert worden. Der Vize-Präsident des Internetdienstleisters "Yahoo!" sprach auf Einladung des Industrie- und Handelsclubs (IHC) Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld vor etwa 70 Gästen. Nach der Begrüßung durch IHC-Präsident Dirk-U. Hindrichs und Geschäftsführer Erhard Kiezewski, referierte der in den USA geborene Manager über das Thema "Web 2.0 - worum es eigentlich geht?" Terry von Bibra will "Yahoo!" als führendes Online-Portal in Deutschland positionieren.


... nach oben

 

Neue Westfälische / 10.10.2007

Amateure können Profis schlagen (Martin Krause)
Yahoo-Deutschland-Chef Terry von Bibra beim IHC


Terry von Bibra, der Deutschland-Statthalter des amerikanischen Internet-Portals Yahoo! (geschrieben immer mit Ausrufezeichen) überraschte sein Auditorium gleich am Anfang: Obwohl er als Gast des Industrie- und Handelsclubs OWL eigentlich einen Vortrag über das Web 2.0 halten wollte ("worum es eigentlich geht"), sei der Begriff Web 2.0 ziemlich unwichtig. "Ein Modebegriff", so der gebürtige Amerikaner: "Von jedem würden Sie andere Definitionen bekommen".

Wichtig sei gleichwohl die revolutionäre Kernidee des weiterentwickelten Internets, sagt der studierte Germanist von Bibra: Jeder Nutzer nämlich kann zum Produzenten werden, auf eigenen Seiten ebenso wie auf speziellen Plattformen. Und jeder Konsument sei gleichzeitig aufgerufen, im Internet sein soziales Netz zu knüpfen.

1,2 Milliarden Menschen nutzen derzeit weltweit das Netz: es kann das Wissen und die Erfahrungen aller aufnehmen und öffentlich verfügbar machen. Und mit etwas Glück können die Beiträge von Amateuren (Tail-Inhalte) durchaus auch die Arbeiten von Profis (Head-Inhalte) in ihrer Reichweite und ihrem Erfolg schlagen. Ein Beispiel: Während ein Original-Video des Pogstars Shakira zwei Millionen Mal geclickt worden sei, wurde ein aus Amateurmaterial zusammengeschnittenes Video zur gleichen Musik ("Hips don't lie") doppelt so oft angeschaut.

Yahoo! nun setze in verschiedener Hinsicht auf den Trend zur Community, warb von Bibra vor dem unternehmerischen Publikum in Bielefeld. Ähnlich wie der Gütersloher Wettbewerber Lycos (LycosIQ) biete auch Yahoo! zum Beispiel ein Suchsystem, das auf Fragen menschgemachte Antworten liefert. Ein Community-Effekt sorge dafür, dass unsinnige Antworten ausgefiltert würden. Wenn die von Nutzern ins Internet gestellten Beiträge aber die nationalen Gesetze verletzen, daran ließ der Amerikaner keinen Zweifel, dann greife Yahoo! zu härteren Instrumenten.

Die Verbreitung von (Kinder-) Pornographie oder etwa von rechtsradikalen Parolen müsse verhindert werden, nannte von Bibra Grenzen für die Freiheit der Community.


... nach oben

 

Seite:   1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 | 11  12  13 | 14