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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 10. November 2018 zum 21. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

IHC Präsident Reinhard C. Zinkann (l.) mit dem Referenten Rüdiger Freiherr von Fritsch, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Moskau

12.01.2017|IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung Rüdiger Freiherr von Fritsch, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Moskau

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siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

Botschafter Rüdiger Freiherr von Fritsch über das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Russland

Jahrhunderte alt, von Höhen und Tiefen geprägt, intensiv, aber nicht einfach: Die Rede ist von den deutsch-russischen Beziehungen. Es ist ein besonderes Verhältnis. Geprägt von Verantwortung füreinander, vom gegenseitigen Befruchten und intensiven Austausch. Heute – so scheint es – liegt diese Beziehung in Scherben.

Wie kam es dazu? Warum kam es dazu? Wo stehen wir heute und wie kann es weitergehen? Fragen, die Rüdiger Freiherr von Fritsch, seit 2014 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Moskau, beleuchtete und beantwortete. Die erste IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Jahr 2017 zum Thema „Deutschland und Russland: Ein besonderes Verhältnis“ war ausgebucht. Die angeregte Diskussionsrunde zeigte: Das Thema ist nicht nur politisch spannend und von aktueller Brisanz – es ist ein Thema, das die Menschen beschäftigt und bewegt.

Für Rüdiger Freiherr von Fritsch steht außer Frage, dass die Eroberung der Krim mit militärischer Gewalt die europäischen Grundsätze fundamental verletzt hat und ein enormer Vertrauensbruch war. Der Umstand, dass die politischen Entwicklungen der letzten 20 bis 25 Jahre auf beiden Seiten sehr unterschiedlich wahrgenommen wurden, hat die Probleme verschärft. Aus russischer Sicht haben sich zahlreiche Staaten von Russland abgewendet, wurden eigenständig und selbstbestimmt wie etwa die baltischen Staaten. In der russischen Perzeption ist diese Entwicklung eine schmachvolle Abwendung. Den westlichen Weg zu gehen, eine frei verfasste Demokratie zu wählen und eine neue Wirtschaftsordnung aufzubauen wird zudem als bedrohlich wahrgenommen: Das alte russische Reich ist zerbrochen.

Die europäische Union hat auf den Ukraine-Konflikt geschlossen reagiert. Gewalt wurde nicht mit Gewalt beantwortet, die beschlossenen Sanktionen werden von 28 Mitgliedsstaaten konsequent eingehalten. Dieses Verhalten der Einigkeit und Entschlossenheit bei gleichzeitig beständigem Angebot des Dialogs sichert den Frieden in Europa, wenngleich der Konflikt im Kern bis heute nicht gelöst ist. Auch in Zukunft, so der Botschafter, würden eine souveräne Gleichheit der Staaten, ein geordnetes und geregeltes Miteinander den Frieden in Europa sichern. Es gelte, die aufgebauten Brücken zu nutzen, um beieinander zu bleiben und Verantwortung für ein Miteinander in Europa zu übernehmen.

Text:  Julia F. Negri / Fotos: Susanne Freitag