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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 11. November 2017 zum 20. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Jahr für Jahr mehr als 800 Gäste teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Christian Lindner mit IHC Präsident Dr. Reinhard Ch. Zinkann.

23.03.2017 | IHC Special: Landtagswahl 2017
Christian Lindner, Vorsitzender der FDP Landtagsfraktion NRW, Düsseldorf

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

 „Wir sind eine Partei der Freiheit“

FDP-Vorsitzender Christian Lindner über Innen- und Außenpolitik, Leistungsgerechtigkeit und Schulbildung

„Keine Toleranz für Intolerante.“ Mit dieser Aussage bezog sich der FDP-Vorsitzende Christian Lindner auf den türkischen Präsidenten Recep Erdoğan, der Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Deutschland einfordert und in seinem Land unterdrückt. „Lassen Sie uns die ‚zombiehaften‘ Beitrittsgespräche der EU mit der Türkei beenden. Die Türkei ist nicht beitrittsfähig, die EU ist nicht aufnahmebereit.“

Christian Linder, bekannt für seine klaren Worte, bezog im Rahmen des „IHC Special: Landtagswahlen 2017“ vor den mehr als 150 IHC Mitgliedern und Gästen Stellung zu aktuellen innen- und außenpolitischen Entwicklungen. „Wir befinden uns in einer Zeit großer Herausforderungen“, resümierte der 38-Jährige. „Bei meinem letzten Besuch vor drei Jahren hätte niemand von uns an Erdoğan, Aleppo, den Brexit oder Trump gedacht.“ Der NRW Landtagsfraktionsvorsitzende sieht eine „Erschütterung der liberalen Ordnung:  Böhmermann, Armenien, Nazi-Vergleiche, Deniz Yücel in Gefangenschaft. Und über Wochen passiert – nichts!“

Zur Flüchtlingspolitik hat die FDP eine klare Haltung. Sie fordert, die EU-Außengrenzen zu kontrollieren und ein modernes Einwanderungsgesetz zu etablieren, das Bedrohten humanitären Schutz gewährt, dies jedoch zeitlich befristet. Jeder, der auf Dauer in Deutschland bleiben will, solle sich nach kanadischem Vorbild bewerben müssen. Er soll Sprachkenntnisse nachweisen, sich an geltendes Recht halten und sich und seine Familie ernähren können – alles vor dem Ziel der Einbürgerung mit Wahlrecht als „Krönung des erfolgreichen Integrationsprozesses“.

Im zweiten Teil seines Vortrags widmete sich Christian Lindner innenpolitischen Debatten und Aussagen des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz, den er als „Wünschelrutengänger“ und „Wunderheiler aus Würselen“ bezeichnete. Er plädierte für eine Leistungsgerechtigkeit bei Hartz-IV-Empfängern, die sich mit Mini-Jobs aus der staatlichen Abhängigkeit herausarbeiten wollen und forderte eine Reform der Schulbildung mit digitaler Kompetenz und einem Schulfach Wirtschaft. „Wir wollen den Einzelnen stark machen. Unser Respekt vor Kindern sollte auch an Schulgebäuden sichtbar sein.“

Auch zum Thema Managergehälter äußerte sich Lindner und forderte eine Stärkung der Aktionäre: Sie sollen entscheiden, wer was verdient. Bei der Vermögenssteuer sieht auch Christian Lindner eine Ungleichverteilung des Vermögens. „In Deutschland wird der Aufbau eines kleinen Vermögens massiv erschwert. Ein Hausbau ist für viele nicht mehr realisierbar.“ Sein konkreter Vorschlag: eine Reform der Grunderwerbssteuer.

Für NRW lehnt Lindner eine künftige Ampelkoalition strikt ab. Mögliche andere Konstellationen, bei der die FDP Regierungsverantwortung übernehmen könne, müssten vom Wahlergebnis abhängig gemacht werden. Sich selbst sieht der Politiker ab September 2017 in Berlin.

Der IHC dankt HLB Stückmann für die Gastfreundschaft und den anschließenden Imbiss.

Text: Julia F. Negri / Fotos: Christian Weische