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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 11. November 2017 zum 20. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Jahr für Jahr mehr als 800 Gäste teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

IHC Präsident und Moderator Dr. Reinhard Zinkann bedankte sich für die Gastfreundschaft der Deutschen Bank. Referent Friedrich Merz erhielt für seinen spannenden und erkenntnisreichen Vortrag lang anhaltenden Applaus.

20.06.2017 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, Friedrich Merz, Vorstandsvorsitzender Stiftung Atlantik-Brücke, Berlin

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

„Wir geben allen eine Chance!“

Trump „kein vorübergehendes Phänomen“
Friedrich Merz erklärt amerikanische und weltpolitische Entwicklungen

Wie lässt sich die Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten erklären? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Europa? Und wie ist die transatlantische Partnerschaft unter den aktuellen Gegebenheiten zu bewerten? Friedrich Merz, Vorsitzender des Netzwerks Atlantik-Brücke, beleuchtete auf Einladung des IHC aktuelle amerikanische und weltpolitische Entwicklungen, Zusammenhänge und Herausforderungen.

Der Vortrag des ehemaligen Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stieß auf großes Interesse. Annähernd 200 Gäste waren der Einladung gefolgt. Sie erlebten einen kenntnisreichen und engagierten Redner, der sich in der Atlantik-Brücke für die Stärkung der transatlantischen Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA einsetzt. Mehrmals im Jahr reist er in die Staaten, sein Amerikabild basiert unter anderem auf vielen persönlichen Gesprächen mit US-Bürgern.
Die amerikanische Gesellschaft erlebt der 61-Jährige derzeit als tief gespalten. Vor diesem Hintergrund und zusammen mit den Besonderheiten des amerikanischen Wahlsystems ist Trump für ihn kein „vorübergehendes Phänomen“, sondern ein „augenfälliges Beispiel für die Veränderung der politischen Landschaft in den USA.“

Das stelle die deutsche und europäische Politik vor besondere Herausforderungen. Schwierig werde es vor allem in der Außen- und Sicherheitspolitik. Als „Ironie der jüngeren Geschichte“ bezeichnete es Merz, dass die EU sich durch den Brexit möglicherweise einfacher auf eine gemeinsame Lösung einigen könnte. „Bislang ist sie immer an den Briten gescheitert“, so der IHC Gast. Eine gemeinsame europäische Einwanderungs- und Asylpolitik hält er für genauso unabdingbar wie eine klare Haltung gegenüber Russland und dessen Provokationen. Außerdem müssten die Europäer erkennen, dass sich die politischen und ökonomischen Machtzentren auf der Welt verschieben: „weg aus Europa, weg aus Amerika, hin nach Asien“.

Um dem etwas entgegenzusetzen, müsse die EU ihre Rolle neu definieren und sich selbstbewusst präsentieren. Zentral sei es vor allem, eine gemeinsame Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Europa zu schaffen, damit die Krisenländer ihr Arbeitslosenproblem lösen können und der gemeinsame Währungsraum eine Chance hat. „Nicht immer nur mit dem Finger nach Amerika zeigen“, mahnte Merz in diesem Zusammenhang. Europa habe mindestens genauso viele Hausaufgaben zu machen wie die USA, wenn es dauerhaft eine bedeutsame politische und ökonomische Rolle spielen wolle. Wirkungsvoll gestalten lasse sich die Zukunft im 21. Jahrhundert aber nur gemeinsam mit den USA, mit denen uns trotz aller Kritik wichtige gemeinsame Werte einer offenen, freiheitlichen und liberalen Gesellschaft verbinden. www.atlantik-bruecke.org

Text: Ute Schönefeldt / Fotos: Susanne Freitag