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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 10. November 2018 zum 21. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Einblicke in aktuelle Herausforderungen für globale Unternehmen (v. l.): Gastgeber IHC Präsidiumsmitglied Eduard R. Dörrenberg, Ulf Mark Schneider, CEO Nestlé und IHC Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Dieterle.

08.11.2017 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung,
Dr. Ulf M. Schneider, Chief Executive Officer Nestlé S.A., Vevey/Schweiz

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

Nestlé Chef Schneider lobt OWL für unternehmerische Erfolge

Ulf Mark Schneider über die Herausforderungen für global tätige Unternehmen

Ulf Mark Schneider verantwortet einen Milliardenumsatz. Zum Portfolio gehören rund 2000 Marken. Annähernd 330.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 189 Ländern arbeiten für Nescafé, Nespresso & Co. Im IHC sprach der Nestlé Chef über aktuelle Herausforderungen für globale Unternehmen. Seinen Vortrag begann der aus Vevey in der Schweiz angereiste Manager allerdings mit einem großen Lob für Ostwestfalen-Lippe. Hier, so Schneider, gebe es eine beeindruckende Fülle von Top-Unternehmen – „Ich habe tiefen Respekt vor dieser Region!“ Und: „Das unternehmerische Talent ist in Deutschland nicht gleichmäßig verteilt.“

Rund 140 IHC Mitglieder und zahlreiche Gäste hörten es gerne. Im Dr. Wolff Institut skizzierte der CEO, der seit Januar 2017 für Nestlé arbeitet und zuvor erfolgreicher Chef der Fresenius Gruppe war, wie massiv das Thema Digitalisierung auch die Geschäfte von global agierenden Unternehmen beeinflusst. Jederzeit und an allen Orten verfügbare Preistransparenz führt zu massiver Wettbewerbsverschärfung. Produkte und Dienstleistungen sind vergleichbar, nur durch Innovationen, deren Alleinstellungsmerkmale zeitlich begrenzt sind, lassen sich Märkte steuern.

Auch ein international erfolgreiches Unternehmen mit langer Tradition ist heute vom Trend zur regionalen Verwurzelung, von der Suche breiter Bevölkerungsgruppen nach lokaler Identität und Heimat betroffen. Das ist zumindest in der sogenannten entwickelten westlichen Welt so. Der Rechtfertigungsdruck ist enorm. Ein weiteres Problem: Selbst Nestlé muss um Top-Absolventen, um herausragende Fach- und Führungskräfte kämpfen. Diese wollen in der Regel auch in den ihnen vertrauten Umgebungen bleiben, längere Auslandsaufenthalte werden allenfalls im Rahmen der vorausschauenden Karriereplanung akzeptiert.

Schließlich sorgen die politischen und die durch Regierungen verantworteten Rahmenbedingungen für einen enormen Aufwand. Schneider berichtete über politische und geopolitische Unwägbarkeiten, wies auf unvorhersehbare Ereignisse wie den Brexit oder die Entwicklung in Katalonien hin oder auf Finanzvorschriften, die sich schnell und rigide ändern, so dass der Aufwand zur Bewältigung der Komplexität ständig wachse. Langfristige strategische Entscheidungen sind heute mit Unsicherheiten belastet, die in den ersten 50 Jahren nach dem 2. Weltkrieg so nicht auf der Tagesordnung standen.

Vor diesem Hintergrund erlaubte sich der CEO eines Weltunternehmens einen Rat an die Verantwortlichen in kleineren und mittleren Unternehmen. Sie sollten es sich gut überlegen, ob sie über die Landesgrenze hinaus aktiv werden: „Lieber lokal profitabel als international kompliziert und unprofitabel.“ Und: „Was man lokal machen kann, sollte lokal bleiben.“ Das gelte im Übrigen auch für Nestlé. www.nestle.com

Fotos: Susanne Freitag


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