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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 10. November 2018 zum 21. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Zu Gast bei BERESA OWL - Mercedes-Benz: Der Referent Dr. Stephan Fanderl, IHC Vizepräsident Dr. Daniel Terberger, die Gastgeber Jörg Heidemann, Leiter Betrieb Bielefeld, und Marcus Herkenhoff, Geschäftsführung.

22.11.2017 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung,
Dr. Stephan Fanderl
, Vorsitzender der Geschäftsführung Karstadt Warenhaus GmbH, Essen

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Karstadt: Vom Warenhaus zum Omnichannel-Marktplatz

Dr. Stephan Fanderl über die Neuausrichtung von Karstadt

Der deutsche Markt verzeiht keine Fehler. Und er ist durch und durch preisgetrieben. Dr. Stephan Fanderl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Karstadt Warenhaus GmbH weiß, wovon er spricht. Als der 54-Jährige im Jahr 2014 diese Aufgabe übernahm, musste er ein mehrfach totgesagtes Warenhausunternehmen wiederbeleben. „Grüße aus der Gruft“ titelte nahezu sarkastisch die Süddeutsche Zeitung. „Der Titel gehörte zu meinen Favoriten“, scherzte Stephan Fanderl vor den rund 130 IHC Mitgliedern und Gästen in den Räumen der Beresa OWL.

Der erfahrene Handelsmanager darf zufrieden sein. Mit seinem Team gelang ihm, was in der Branche kaum einer erwartet hätte. Karstadt kann heute dank einer strategischen Neuausrichtung gute Zahlen präsentieren und ist mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro (2016) gut für die Zukunft aufgestellt. Ein Beispiel: Im stark umkämpften Kinderbekleidungsmarkt steht Karstadt auf Platz 4 in Deutschland.

„Verkaufen ist eine Teamleistung. Im Handel braucht es keine Helden.“ Das betont Dr. Stephan Fanderl gegenüber seinen Führungskräften. Fanderl spricht die Sprache der Kundinnen und Kunden. Und genau das, nämlich eine durch und durch kundenzentrierte Ausrichtung des Unternehmens, führte zum neuen Erfolg. „Wir mussten alle Prozesse auf den Kunden ausrichten“, so Fanderl. „Der Kunde ist König – und dieser Prozess kann auch nach 136 Jahren sehr schmerzhaft sein.“ Drei Häuser mussten geschlossen werden, 2.000 Stellen wurden gestrichen. Unter dem neuen Eigentümer Signa Retail bekam Karstadt eine neue Struktur in Form von vier Handelsplattformen, allein zwölf Onlineplattformen – Spezialisten im Sortimentsbereich – wurden zugekauft. Darunter der Online-Marktplatz Hood.de. Denn der Kunde wandert ab ins Netz. Anders ausgedrückt: Der Non-Food-Handel wächst nicht und der Onlinehandel wächst zu Lasten der stationären Geschäfte – es findet eine Verschiebung statt.

„In Konsolidierungsmärkten können Sie sich differenzieren, das macht Amazon. Sie können Kostenführer sein, das ist ALDI. Oder Sie können sich auf Ihre Kundinnen und Kunden sowie starke Sortimente fokussieren. Das machen wir.“ Der Kunde kann heute bei Karstadt on- und offline einkaufen. Online bestellte Waren kann er in der Filiale abholen, gleich anprobieren und bei Nichtgefallen gleich retournieren. Er kann aber auch weiterhin offline kaufen. Der Zusatzservice: Sollte ein Produkt beispielsweise nicht in der gewünschten Farbe vorrätig sein, wird dieses von der Verkäuferin in der Filiale per Tablet bestellt und auf Wunsch direkt nach Hause geliefert.

Für diese Offensive im Online-Handel startete Karstadt in fünf Warenhäusern, darunter auch in Bielefeld, ein Pilotprojekt. Laufwege wurden analysiert, anschließend die Sortimentspräsentation und die Wegführung angepasst. Vor allem jedoch mussten die Verkäuferinnen und Verkäufer „auf der Fläche“ geschult werden. Sie sind mit Tablets ausgestattet und verkaufen nicht nur physisch vorhandene Ware. Die optimale Verknüpfung der Verkaufskanäle, die digitale Regalverlängerung, Lieferservice, nie vergriffene Ware – das alles macht Karstadt zum „Marketplace of tomorrow“.

Der IHC dankt der Beresa OWL GmbH & Co. KG für die Gastfreundschaft auf dem Mercedes-Benz-Gelände.

Text: Julia F. Negri / Fotos: Susanne Freitag


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