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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 10. November 2018 zum 21. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

21.06.2017 | Neue Westfälische

Friedrich Merz fordert neue EU-Asylpolitik

Experte: Der frühere Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag referiert in Bielefeld


Bielefeld. Friedrich Merz erklärt die Welt - noch immer. Und das, obwohl er sich 2009 weitestgehend aus der Politik zurückgezogen hat. Bei seinem Vortrag beim Industrie- und Handelsclub OWL am Dienstag in Bielefeld hinterlässt Merz jedoch den Eindruck, als wäre er nie weg gewesen: Brexit, Trump, China, Asyl, Euro, Agenda 2010 - geschliffen und durchdacht entzerrt der 61-Jährige bedeutende Themen dieser Zeit. Vor allem aber beleuchtet Merz in seinem Vortrag mögliche Ursachen für heutige Entwicklungen in der Welt.

Seit 2009 ist Merz Vorsitzender des Netzwerks Atlantik-Brücke, das sich für die Völkerverständigung einsetzt, vor allem zwischen Deutschland und den USA. Auch Merz hatte der Wahlausgang in den USA überrascht.

Gleichzeitig betrachtet er US-Präsident Donald Trump nicht als ein vorübergehendes Phänomen: "Ich muss Ihnen die Illusion nehmen, dass sich alles zum Alten kehrt, wenn Trump weg ist." Laut Merz setzt die tiefe Spaltung Amerikas in den 1970er-Jahren an: Watergate und die Clinton-Affäre erschüttern bis heute das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik. Ebenso die immensen Summen, die Wahlkämpfe in den USA heute verschlingen. Bei Clinton und Trump waren es rund drei Milliarden US-Dollar. Positiv sei, dass die Gewaltenteilung in den USA "richtig gut" funktioniere - trotz Trump.

Und was macht Europa? "Wir sollten nicht immer nur mit dem Finger auf Amerika zeigen", fordert Merz. Europa müsse neue Ansätze für eine gemeinsame Einwanderungs- und Asylpolitik finden, klare Position gegenüber russischer Provokationen beziehen, sich an der US-Finanzpolitik nach der Bankenkrise ein Beispiel nehmen und das Verschieben der Machtzentren hin nach Asien erkennen.

Die Stärke Deutschlands führt Merz bei seinem Besuch in Bielefeld auf die starke Industrie, "vernünftige Gewerkschaften", das gute Bildungssystem, die Agenda 2010 sowie den Euro zurück. Aber: Europa müsse seinen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt gemeinschaftlich reformieren. "Sonst wird es den Euro in zehn Jahren nicht mehr geben."