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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 10. November 2018 zum 21. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

08.09.2017 | Westfalen-Blatt

Ein gut gewürztes Politik-Rezept

Gütersloher Bundestagskandidaten treten bei unterhaltsamer Podiumsdiskussion auf


K r e i s G ü t e r s l o h (WB).

So schmeckt Politik: Mit ihrer Podiumsdiskussion, bei der die lokalen Kandidaten zur Bundestagswahl für ihre politischen Ansichten warben, hatten die Gastgeber aus der Wirtschaft gestern Abend im A2-Forum ein würziges Rezept angerührt.

Bis auf den am Nachmittag angeblich vom Fahrrad gefallenen AfD-Politiker Udo Hemmelgarn
(58) waren Ralph Brinkhaus (CDU), Elvan Korkmaz (SPD), Philip Winkler (FDP), Bernd Kirmes
(Freie Wähler), Dr. Jürgen Wächter (Grüne) und Shen Ibrahimsadeh (Linke) der Einladung von Industrie- und Handelskammer (IHK), Unternehmerverband und Industrie- und Handelsclub (IHC) in das Rheda-Wiedenbrücker Kongresszentrum gefolgt.

Dass sich der Abend für die 120 Gäste unterhaltsamer gestaltete als das von Zuschauern als träge empfundene TV-Duell der Spitzenkandidaten Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD), lag auch am Moderator Thorsten Wagner: Der 54-jährige Rundfunk-Journalist verstand es, seine Gäste mit Witz und Wissen zu locken.

So wurde er dem Motto der Veranstaltung gerecht, das da hieß: »Der Politik aus Sicht der Wirtschaft auf den Zahn gefühlt«.

Einem Ringkampf gleich, läutete Wagner die Runde eins ein, jeder Teilnehmer auf dem Podium sollte sich kurz vorstellen. Der 20 Jahre alte Kandidat der Linken, ein Student, gestand seine Vorliebe für Videospiele, bezeichnete sich als Politisierer, als ein »Homo Politicus«. Während einige seiner Aussagen zu bundespolitischen oder globalen Themen (»Es gibt im 21. Jahrhundert keine Kriege, sondern gesellschaftliche Spannungen«) oftmals zu Kopfschütteln im Publikum führte, erhöhte er nach Ansicht einiger Gäste den Unterhaltungsfaktor des Abends.

Einen ganz starken Auftritt lieferte Elvan Korkmaz ab, die sich augenzwinkernd als »verbeamtet, aber nicht verstaubt« vorstellte und mit einer selten erlebten Schlagfertigkeit glänzte. Nur als die Sozialdemokratin propagierte, sich in Berlin zukünftig für Geringverdiener, gegen einen Investitionsstau an Schulen und für den Mittelstand (»Industrie 4.0 auch für kleinere Betriebe«) einsetzen zu wollen, sorgte der Moderator mit der frechen Frage »Was habt Ihr von der SPD eigentlich in den vergangenen vier Jahren gemacht?« kurzzeitig für Sprachlosigkeit bei Korkmaz.

Keinen so guten Auftritt hatte der FDP-Mann Philip Winkler (29): Bei Themen wie Güterverkehr auf die Schiene oder Steuerkonzepte offenbarte sich mangelnde Fachkenntnis. Darauf hingewiesen, wich er damit aus, sich kurzfristig einlesen zu können.

Routiniert-kompetent trat der einzige Berufspolitiker der Runde, Ralph Brinkhaus (CDU) auf. Der 49-Jährige, der jetzt zum dritten Mal für den Deutschen Bundestag antritt und den Wahlkreis 131 mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen wird, zeigte sich gewohnt themenfest und ließ sich nicht aufs Glatteis führen. Den Kreis Gütersloh bezeichnete er als das Silicon Valley in NRW für das Zukunftskonzept »Industrie 4.0« – die Gastgeber dürften das gern vernommen haben.

Mit hohen Sympathiewerten konnte Bernd Kirmes punkten. Der Ex-Feldwebel der Bundeswehr und Immobilien-Fachmann votierte beispielsweise dafür, die derzeitigen, hohen Steuer-Einnahmen für den Schuldenabbau zu nutzen. Dr. Jürgen Wächter (54) erntete beispielsweise Applaus für seine Forderung, Bürokratie in Deutschland abzubauen.