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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine rund 880 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 11. November 2017 zum 20. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Jahr für Jahr mehr als 800 Gäste teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

10.11.2017 | Neue Westfälische

Gegen nationale Egoismen

Vortrag: Ulf Mark Schneider leitet die Geschicke des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé
Verstehen sich: Eduard Dörrenberg (l.) und Ulf Mark Schneider. Foto: Sarah Jonek

Bielefeld. Für Ulf Mark Schneider ist es ein angenehmer Abend. Zufrieden blickt er in die Gesichter der 130 Gäste vom Industrie- und Handelsclub. Kritik muss der CEO des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé nicht fürchten - eher Bewunderung.

Gebannt lauschen sie den Ausführungen des Mannes, der 2013 zum Manager des Jahres gewählt wurde. Das Manager Magazin kürte ihn einst zum besten deutschen Manager seiner Generation. Da war er noch an der Spitze des Gesundheitsunternehmens Fresenius. Ein Zuhörer meldet sich. "Als Sie Fresenius verlassen haben, habe ich meine Aktien verkauft", sagt der und alle im Saal lachen.

In diesem Jahr übernahm Schneider die Leitung des Nestlé-Konzerns, der in 189 Ländern präsent ist und für den 328.000 Menschen arbeiten. Ruhig steht der 1,90-Meter-Mann am Pult und referiert über "Aktuelle Herausforderungen für globale Unternehmen". Zunächst gibt es aber ein großes Lob von Schneider an die versammelten Unternehmer und Manager.

Er habe einen "tiefen Respekt vor der Wirtschaftsregion OWL". Oft spreche man vollmundig von "hidden champions". Hier seien sie auf allen Ebenen vertreten, vom kleinen bis zum großen Mittelständler. Darauf könnten sie stolz sein, denn, so Schneider, "unternehmerisches Talent ist in Deutschland nicht überall gleich gut verteilt". Diese Lobhudelei passt auch zum Tenor seines Vortrags. Denn Schneider betont eher die Schwierigkeiten multinationaler Unternehmen als deren Vorteile. "Mit jeder Grenze, die sie überschreiten, wird es komplexer", sagt er.

Probleme machten unterschiedliche Steuergesetzgebungen. Globale Marken wie Coca-Cola seien lange Zeit als "cool" angesehen worden. Mittlerweile besinne man sich auf lokale Marken, mit denen sich die Menschen identifizieren könnten. Der Topmanager prangert die "nationalen Egoismen" an, mit denen sein Unternehmen zu kämpfen habe. Aktuell mache man sich Gedanken über die Lage in Katalonien. Dort gebe es hervorragende Bedingungen für Nestlé. Die Mitarbeiter seien "fantastisch" ausgebildet.