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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Für sie ist Kommunikation eindeutig Chefsache (v.l.): Jörg-Uwe Goldbeck, Gastgeber und IHC Präsidiumsmitglied, Dr. Tonio Kröger, CEO Doyle Dane Bernbach Group GmbH, Präsidiumsmitglied Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff sowie Prof. Dr. Uwe Rössler, Präsident Marketing Club OWL.

29.04.2013 | IHC Gemeinschaftsveranstaltung mit Marketing-Club OWL Bielefeld e. V.
Dr. Tonio Kröger
, CEO DDB Group Germany

Bildergalerie>>

siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

„Kommunikation muss Chefsache sein!?“

„Verantwortung ist nach oben gewandert“

Agenturchef Kröger über die neue Macht der Konsumenten in der digitalen Welt

Verstecken zwecklos – im Zeitalter der digitalen Medien, in dem sich Inhalte weltweit wie ein Lauffeuer verbreiten und nie mehr ganz vergessen werden, ist es existenziell, verantwortungsvoll und klug mit Information und Kommunikation umzugehen. Die Konsequenz: „Kommunikation muss Chefsache sein!“ fordert Dr. Tonio Kröger, CEO der renommierten Agentur DDB Doyle Dane Bernbach Group, Berlin.

Für den Agenturchef ist der aktuelle „digitale Wahnsinn“ nur eine Vorstufe dessen, was uns in naher Zukunft erwartet. Bei der Gemeinschaftsveranstaltung von IHC und Marketing-Club OWL Bielefeld erläuterte der Fachmann aus Berlin vor rund 200 Gästen, dass unsere technischen Möglichkeiten erst zu einem Drittel ausgeschöpft sind. Ein Leben ohne Tablet PC, Smartphone und Co. ist für die meisten Menschen nicht mehr vorstellbar. Es ist selbstverständlich geworden, ständig erreichbar zu sein und jederzeit und überall Informationen abfragen zu können. „Wie seid Ihr damals nur ins Internet gekommen, als es noch keinen Computer gab?“ sind durchaus ernst gemeinte Fragen der heutigen „digital natives“, für die zudem ein paralleles Mediennutzungsverhalten alltäglich ist.

Kommunikation findet heute nicht mehr lokal, langsam und messbar statt. Sie ist global und schnell geworden und stellt alle Marktteilnehmer vor die Herausforderung, mit den riesigen Datenmengen und einer neuen Komplexität zielführend umzugehen. „Da mit den neuen Möglichkeiten auch die Macht der Konsumenten gestiegen ist, ergeben sich völlig neue Anforderungen für die Kommunikationsarbeit in den Unternehmen“, so der Agentur-CEO, der unter anderem für Bosch, T-Online und McDonalds tätig ist. Die Fäden der Kommunikation in der Hand zu halten und nichts dem Zufall zu überlassen, müsse daher erklärtes Ziel der Unternehmensführung sein, „die Verantwortung ist nach oben gewandert“.

Kunden und Konsumenten gehören heute nicht mehr zu einer Zielgruppe, sondern erwarten selektive Zuwendung. Menschen sammeln sich um Themen herum. Die Kommunikation muss über mehrere Kanäle gewährleistet sein und eine E-Mail soll im Idealfall „nach spätestens 15 Minuten beantwortet werden“. Konsumenten sind miteinander vernetzt, tauschen sich aus und agieren initiativ, werden somit zu „Prosumenten“, die bewusst entscheiden. Eine globale Marke kann schnell globale Ächtung erfahren. „Kommunikation spielt die entscheidende Schlüsselrolle in einer vernetzten Welt“, resümiert der Kommunikationsprofi Kröger, der übrigens selbst kein eigenes Facebook-Profil besitzt.

Themen wie handfeste Krisenkommunikation und die Dynamik der „Shitstorms“ fanden in der Fragerunde besondere Beachtung. Und was tun, wenn hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik oder Sport durch berufliches oder persönliches Versagen ins Kreuzfeuer gelangen? Wenn der „rationale Fakt eines Problems“ offensichtlich ist, folgt zwangsläufig die „emotionale Reaktion der Öffentlichkeit auf das Problem oder den Verstoß.“ Der Betroffene, so Kröger, müsse Informationen transparent machen, schnell Konsequenzen aus seinem Handeln ziehen und sich durch persönliche Reflexion geläutert zeigen – nur dann bestehe zumindest eine kleine Chance, Reputation und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. 

Der Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe und der Marketing-Club OWL Bielefeld danken dem Unternehmen Goldbeck für die Gastfreundschaft bei der 11. Gemeinschaftsveranstaltung.

Text: Sandra Hankel / Fotos: Susanne Freitag


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