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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Der Referent Volker Kauder (m.) mit Lena Strothmann (MdB) und IHC Präsidiumsmitglied Jörg-Uwe Goldbeck.

31.05.2013 | IHC Special: Bundestagswahl 2013
Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

„Soziale Marktwirtschaft braucht starke Unternehmen“ 

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, über nationale und internationale Wirtschaftspolitik

„Wettbewerbsfähig werden und bleiben – und das in ganz Europa“. Für den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder sind Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Strukturreformen und Abbau der Staatsschulden der richtige Weg aus der Krise in Europa. In der von IHC Präsidiumsmitglied Jörg-Uwe Goldbeck moderierten IHC Veranstaltung sprach er über die nationale und internationale Wirtschaftspolitik der CDU im Bundestagswahljahr 2013.

„Eurobonds sind mit uns nicht zu machen“, betonte Kauder – die zwangsläufige sofortige Herabsetzung des AAA-Ratings für Deutschland würde die deutsche Wirtschaft zu sehr belasten. Gar als „Einstieg in das finanzpolitische Lotterleben“ bezeichnete er den vom Spitzenkandidaten der Grünen, Jürgen Trittin, befürworteten Europäischen Altschuldenfonds. Ganz Südeuropa warte nur auf den Ausgang der Bundestagswahl und einen möglichen Richtungswechsel der künftigen Bundesregierung in diesen Fragen, warnte der CDU-Politiker und enge Vertraute von Angela Merkel.

Auch gegen eine weitere Absenkung des Leitzinses durch die EZB Europäische Zentralbank wandte er sich in seinem Vortrag entschieden – die CDU plane dieser Politik der „stillen Enteignung“ durch steuerliche Entlastungen entgegenzuwirken und so die „kalte Progression zu korrigieren“. Kauder versprach: „Keine Steuererhöhungen in den nächsten vier Jahren.“

Darüber hinaus stellte er den Unternehmerinnen und Unternehmern im IHC Stillstand bei den Lohnnebenkosten in Aussicht. Sein Argument: Die Lohnrunden der letzten Jahre seien für die Beschäftigten richtig gewesen und hätten eine gesunde Steigerung der Kaufkraft gebracht. Weitere Steigerungen aber könne die Wirtschaft auf Dauer nicht verkraften.

Die Quote für Aufsichtsräte von Dax-Unternehmen im Jahr 2020 werde kommen, damit ist aber laut Kauder das Problem der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern bei Löhnen und Gehältern nicht gelöst.

Dass deutsche Wirtschaftspolitik im Wahljahr 2013 nicht ohne klare Auffassungen zu Fragen der Europa- und Europolitik zu denken ist, war wohl die wichtigste Botschaft Kauders vor dem IHC. „Europa ist stabil“, „Wir haben keine Eurokrise, sondern eine Staatsschuldenkrise“ und: „Aus Europa wird niemand heraus gedrängt“, so der Spitzenpolitiker, der zugleich eine bessere, zentrale Bankenaufsicht forderte. Sein Plädoyer für eine sinnvolle Fortsetzung der Diskussion: „Europa ist mehr als ein Zusammenschluss unter Euro und Cent, Europa ist eine Werte- und Schicksalsgemeinschaft!“

Die Mitglieder des IHC forderte Kauder in der abschließenden Diskussionsrunde dazu auf, sich weiter gegen Politik- und Demokratieverdrossenheit einzusetzen. Sie sollten dafür werben, dass sich besonders junge Menschen ins politische Geschehen einbringen – selbst wenn die Arbeitsbelastung für Berufspolitiker gerade in Wahlkampfzeiten nicht gerade viel Raum für das Privatleben lasse.

Text: Martina Höke, Fotos: Susanne Freitag


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