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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

16.10.2013 | IHC Betriebsbesichtigung KATAG AG, Bielefeld

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Blick hinter die Kulissen von Europas größtem Fashion-Dienstleister

Vorstand der KATAG AG über Chancen des Handels, Entstehen einer Kollektion, Markenshops und Logistik

Bielefeld ist Deutschlands „Hauptstadt der Einkaufsgenossenschaften“. Wie sich in 90 Jahren die Ausrichtung der KATAG AG von der Einkaufsgenossenschaft zu Europas größtem Fashion-Dienstleister gewandelt hat, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der KATAG AG und IHC Vizepräsident Dr. Daniel Terberger im Rahmen einer IHC Betriebsbesichtigung. Vor den rund 100 IHC Mitgliedern und Gästen gab er einen farbigen Einblick in die Geschichte der KATAG, die auch einen direkten Bezug zum IHC beinhaltet. Das Bielefelder Lessinghaus gehörte einst als privates Wohnhaus dem Firmengründer Benno Katz, der 1937 sein Unternehmen an Terbergers Familie verkaufte und vor den Nazis in die USA floh.Heute gehören mehr als 360 Handelsunternehmen mit über 1.500 Standorten zum Kreis der KATAG-Partner. Der Umsatz liegt bei über 900 Millionen Euro. Als „Dienstleister hinter dem Handel“ stellt die KATAG AG ihren Partnern weit mehr als die Handelsware zur Verfügung. Das Leistungsspektrum reicht von renditestarken Marken-Kollektionen über Flächen- und Shopkonzepte sowie Marketingtools bis zu Finanzdienstleistungen bei Expansionen oder Generationsübergängen. 

Partner sind mittelständische Handelsunternehmen, häufig regional bestens etabliert, mit Umsätzen von 1 Million bis unter einer Milliarde Euro. Ein Problem dieser Unternehmen: „Der Kunde erwartet heute von einem regionalen Händler dieselbe Professionalität, die er von den Branchenriesen und aus dem Internethandel kennt. Und das, obwohl Umsatz, Größe und Struktur überhaupt nicht vergleichbar sind.“

Darüber hinaus muss sich der Modemarkt weiteren Herausforderungen stellen –aktuell den Themen Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Produktion in punkto ökologischer oder sozialer  Fragen. Leider sind die Verbraucher trotz dieser Anforderungen nicht bereit „auch nur einen Cent mehr zu zahlen“, kritisierte Terberger. Die Last liege einseitig beim Handel. Kritische Worte auch zur EEG-Umlage: Handelsunternehmen, die im Gegensatz zur Industrie nicht mit Entlastungen rechnen können, sind gleichzeitig mit der verminderten Kaufkraft der Verbraucher konfrontiert.

Bei der Führung durch Markenshops und Logistik konnten Dr. Terberger und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Marcus Schönhart interessante Einblicke in die überaus komplexe Logistikstruktur geben. Hier verstanden die IHC Mitglieder und Gäste, warum die „IT unser Moderadar“ ist und modische Aktualität mit Schnittblumen verglichen werden kann: „Das Timing muss stimmen.“

Vorstandsmitglied Angelika Schindler-Obenhaus erklärte am Beispiel der Marke Basefield den Weg von der Ideenfindung bis zur Produktion einer Marken-Kollektion. Die Modemacher sind dabei in den bedeutenden Modezentren in der ganzen Welt unterwegs. Nach der Fashion-Show kommt dann die harte Arbeit im Detail. Bis alle Voraussetzungen zum Start der Produktion auf den Maschinen in China, Indien oder Bangladesh  erfüllt sind, vergehen Wochen mit intensivster Kommunikation über Farben, Stoffe, Schnitte und Termine. www.katag.net

Text: Martina Höke / Fotos: Susanne Freitag