Startseite » Veranstaltungen

Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Diskussion über ein besonderes Unternehmen (v. l.): IHC Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Dieterle, IHC Beiratsmitglied Dr. Ingeborg von Schubert, Referentin Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Regine Burg, Superintendentin des Kirchenkreises Bielefeld.

28.11.2013 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Annette Kurschus, Präses Evangelische Kirche von Westfalen, Bielefeld

Bildergalerie>>

Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

Ein Unternehmen Gottes

Präses Annette Kurschus über die Netzwerkorganisation der Evangelischen Kirche

Kirche ist Gemeinschaft. Sie will den Glauben stärken, Menschen für sich gewinnen, sie unterstützend begleiten, ihnen helfen und sie außerdem ermuntern, auch für andere da zu sein. Zudem ist Kirche ein unvergleichliches Unternehmen, das jedoch wie jedes Unternehmen sicher in die Zukunft geführt werden will. Präses Annette Kurschus brachte den 65 IHC Mitgliedern und Gästen mit ihrem Vortrag „Evangelische Kirche von Westfalen: Ein Netzwerk mit besonderen Herausforderungen“ nahe, wie „ihr“ Unternehmen im Wandel der Zeit funktioniert.

„Kann eine Kirchenleitung Kirche leiten, so wie der Zitronenfalter Zitronen falten kann?“ Dies ist ein humorvoller Vergleich, der auf die enormen Herausforderungen anspielt, wenn es um die Führung der Evangelischen Kirche in Westfalen geht, eine Institution mit großer Vielfalt und eigenen Mentalitäten. Zudem ein Unternehmen, das in Netzwerken organisiert ist.

Kernzelle ist die Gemeinde vor Ort. Leitung sieht Kurschus als Dienst, die Hierarchien sind flach: „Keine einzelne Person kann, ohne dabei auf Gremien bezogen zu sein, Entscheidungen treffen“, bekräftigt die Präses, die auch erläuterte, warum ihr Amt nicht schlicht als Bischöfin bezeichnet wird. Veränderungen und neue Impulse, die nötig sind, um mit dem Zeitgeist zu gehen, werden zunächst immer kritisch diskutiert, auf allen Ebenen. Entscheidungsfindungen dauern im Unternehmen Evangelische Kirche deshalb sehr lange.

Kirche konstituiert sich in verschiedenen Handlungsfeldern, die sich an „der Botschaft von der freien Gnade Gottes an alles Volk" ausrichten: Gottesdienst, Kirchenmusik und alle weiteren kulturellen Bereiche auf der einen Seite. Auf der anderen Seelsorge und Beratung. Es kommen die Diakonie und weitere gesellschaftliche Verantwortung hinzu. Außerdem Mission und Ökumene. Bildung und Erziehung sind ebenfalls ein fester Bestandteil – und zuletzt die Leitung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, das nüchterne Geschäft. „Streik ist in diesen Bereichen nicht möglich“, bekräftigte die Vorsitzende der Landessynode ihre Position zu einem mit den Gewerkschaften und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Thema. Viele Hilflose würden unter Streikmaßnahmen leiden, zum Bespiel in den diakonischen Einrichtungen. Zum Thema Finanzen verwies die Präses auf größtmögliche Transparenz in der evangelischen Kirche.

In der Diskussion bestätigte Kurschus, dass die „Entkirchlichung“ unserer Gesellschaft voranschreitet: Von den 2,5 Millionen getauften Christen in Westfalen seien lediglich fünf bis sechs Prozent in den Gemeinden aktiv. Sie stelle sich oft die Frage: „Wo werden die Menschen bei uns nicht satt?“ Kirche müsse wieder intensiver den persönlichen Draht zu den Menschen suchen. Ein IHC Mitglied kommentierte: Das gelte insbesondere für junge Erwachsene – es gehe um „Kopf und Emotion“. Beim Thema Ökumene glaube Kurschus an die „versöhnte Verschiedenheit“ und daran, dass sich die Kirche auch mal auf „gewagte Pfade“ begeben müsse, um den richtigen Weg in die Zukunft zu finden.

Bericht: Sandra Hankel / Fotos: Susanne Freitag

 


Anmeldung

reservierung