Rückblick

IHC Vortragsveranstaltung mit Clemens Maier, CEO der Ravensburger AG


„Mehr als ein Spiel“ – Vortragsveranstaltung mit
Clemens Maier, CEO Ravensburger AG,

Spielspaß mit Klassikern und Innovationen 

Memory, Malefiz, Lotti Karotti oder eines der vielen bunten Puzzles: Es gibt wohl wenige Kinder oder Erwachsene, die noch nie mit einem der Ravensburger Spiele-Klassiker gespielt haben. Produkte der Marke mit dem blauen Dreieck sind in vielen Kinderzimmern zu finden und das in Zeiten, in denen 89 Prozent der 3–17-Jährigen online spielen. Wie es gelingen kann, mit haptischen Produkten weiterhin erfolgreich zu sein, erläuterte Clemens Maier an einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Industrie- und Handelsclubs OWL, IHC. „Unser selbstgesetztes Ziel ist es, spielerisch die Entwicklung zu fördern, egal ob in der analogen oder digitalen Welt. Dafür müssen wir gleichzeitig in beiden Welten vertreten sein“, erklärte der Urenkel des Firmengründers und aktuelle Vorstandsvorsitzende der Ravensburger AG.

Ravensburger gehört zu den bekanntesten Spielzeugmarken in Deutschland. Neben Puzzles und Brettspielen sowie deren digitaler Versionen ist bei Kindern und Eltern auch das spielerische Lernsystem „Tiptoi“ beliebt. In den dazugehörigen Büchern erklingen passende Geräusche, wenn man mit dem Stift auf ein Bild tippt. Zur Ravensburger Gruppe gehören mittlerweile auch zugekaufte Marken wie Brio, bekannt für Holzeisenbahnen, oder – ganz neu – der Plüschtierhersteller Steiff, an dem Ravensburger die Mehrheit hält.

Phänomen „Lorcana“

Für Marken sei es entscheidend, durch Innovationen relevant zu bleiben und neue Kundengruppen anzusprechen, führte Maier aus. Dies schaffte Ravensberger vor allem mit dem Sammelkartenspiel „Lorcana“, welches seit 2023 in Kooperation mit der Walt Disney Company bei Ravensburger erscheint. Auf großen Live-Events in aller Welt träfen sich mittlerweile die Lorcana-Spielerinnen und -Spieler, um offline zu spielen und Karten zu tauschen. Hierbei handele es sich oft um die sogenannten „Kidults“, junge Erwachsene der Altersgruppe 15+. „Sie sind der stärkste Wachstumstreiber im Spielwarenmarkt“, erläuterte Maier. „Viele Menschen sehnen sich nach Zugehörigkeit und suchen einen Ausgleich zur digitalen Welt“, so der Spielexperte. „Reale Erlebnisse wie Events oder Messen bieten ein Gemeinschaftserlebnis und sind auch ein Mittel gegen Einsamkeit.“ Damit schaffe Ravensburger einen Mehrwert den KI, zumindest zurzeit, nicht bieten könne.

Nach Vortrag und Diskussionsrunde lud IHC-Präsident und Moderator des Abends, Eduard R. Dörrenberg, zu einem Imbiss in den Räumen des Dr. Wolff-Instituts ein. Die Gelegenheit zu einem Austausch wurde von IHC-Mitgliedern und Gästen gern genutzt.

Dienstag, 15. September 2026 18:00 Uhr