Dr. Christiana Bauer Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld zu Gast beim IHC Jahresempfang (v. l. IHC Vizepräsident Christoph Mohn, Dr. Peter Peters, Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld Dr. Christiana Bauer, IHC Präsident Eduard R. Dörrenberg, Oliver Flaskämper, Laura von Schubert)
Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer zu Gast beim Jahresempfang
„Fordern Sie uns heraus und sagen Sie uns, wo wir besser werden müssen. Ich verspreche keine Wunder, aber Haltung, Klarheit und Verlässlichkeit“. Auf die Schlussworte der Keynote folgte lang anhaltender Applaus. Bei ihrem Antrittsbesuch auf dem IHC Jahresempfang traf Dr. Christiana Bauer, seit November Oberbürgermeisterin von Bielefeld, offenbar den richtigen Ton bei den anwesenden Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern.
Mit dem Fokus auf pragmatische Lösungen hatte die Politikerin zuvor unter dem Titel „Wirtschaft zur Chefinnensache machen“ die Kernpunkte ihrer Politik skizziert. So sehe sie wichtige kommunale Schlüsselbereiche wie Sicherheit, Verkehr, Kultur und Bildung immer auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Am Beispiel Verkehr machte Bauer deutlich, dass die Erreichbarkeit der Stadt nicht nur ein emotionales Thema, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden sei. Um den aktuellen Zustand zu verbessern, sei unter anderem ein neues Verkehrsleitsystem in Planung. Auch der Verkehrsgipfel, der Baustellen koordinieren und effizienter gestalten soll, tage nun häufiger. Besonders stolz ist die Oberbürgermeisterin auf den „neuen“ Handwerkerparkausweis, der jetzt einfacher und online beantragt werden kann und Handwerkern unbürokratisch ermöglicht, ihre Fahrzeuge für Reparatur- und Montagearbeiten in eingeschränkten Zonen zu parken.
Auch in anderen Bereichen versprach Bauer den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern, vor deren Mut und Risikobereitschaft sie großen Respekt habe, weniger Bürokratie. Außerdem kündigte sie mehr Gewerbeflächen, verstärkte Start-up- und Gründungsförderung sowie Initiativen zur Fachkräftesicherung an. „Wirtschaftsförderung ist keine Einbahnstraße“, erklärte Bauer, die sich für direkten Dialog auf allen Ebenen stark macht. „Wenn Sie anderswo etwas entdecken, was sie gern in Bielefeld verwirklicht sähen, sagen Sie es mir und wir werden es prüfen!“.
Inititiative gefordert
Die Forderung, selbst aktiv zu werden, um Änderungen voranzubringen, hatte zuvor auch schon IHC Präsident Eduard R. Dörrenberg in seiner Begrüßungsansprache geäußert. In Zeiten von Dauerkrisen und Dauer-Change (Stichwort Künstliche Intelligenz) forderte er einen „Mind Change“: „Wir brauchen Innovationskraft, Leistungsbereitschaft, Resilienz und den Willen zu gewinnen“, so Dörrenberg, „ansonsten werden wir von anderen überholt.“
Netzwerken und Genießen
Nach den Keynotes begann der gesellige Teil des Abends. Der IHC Jahresempfang ist mittlerweile eine feste Größe im Vereinsprogramm des Industrie- und Handelsclubs OWL und im gesellschaftlichen Leben der Stadt Bielefeld. Auch in diesem Jahr folgten knapp 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft der Einladung in die Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle. Dort hatte IHC Geschäftsführerin Cornelia Moss mit ihrem Team und durch Unterstützung zahlreicher Sponsoren wieder alles aufgeboten, was es für einen gelungenen Abend brauchte: Live Cooking Stationen verwöhnten die Gäste mit kulinarischen Leckereien und eine Liveband sorgt für eine beschwingte Stimmung. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste nutzten gern die Gelegenheit, um alte und neue Bekanntschaften zu pflegen und sich auszutauschen.