Rückblick

IHC Regionalkreis Gütersloh

Besuch Museum Peter August Böckstiegel

In diesem Jahr widmete der Regionalkreis Gütersloh seine Jahresauftaktveranstaltung ganz dem Leben und Wirken des Malers Peter August Böckstiegel (1889-1951).

Am 12.02. besuchten daher rund 50 Mitglieder das historische Künstlerhaus und das neu erbaute Museum in Werther. David Riedel, seit fast 7 Jahren Museumsleiter, empfing die Gäste und berichtete zunächst über die Entstehungsgeschichte des neuen Museumsgebäudes. Dieses wurde erst im August letzten Jahres, nach einer Bauzeit von knapp zweieinhalb Jahren, eröffnet und hatte seither bereits fast 20.000 Besucherinnen und Besucher.

Der Neubau ist einem aus dem Erdreich ragenden Felsbrocken nachempfunden und soll sich so an die bäuerliche Umgebung anpassen. Dafür verwendeten die Architekten eine Fassade aus Muschelkalk, die den fließenden Übergang zwischen Außenwänden und Dachflächen unterstützen soll. Im Kontrast dazu sind alle Fenster, Möbel und Einbauten aus heimischem Eichenholz gefertigt. Die überdachten Außenbereiche sind zu den wichtigen Orten der Umgebung ausgerichtet. Neben Räumlichkeiten für aktuelle Ausstellungen und dem Museumscafé gibt es auch einen multifunktionalen Veranstaltungsraum, der für Events jeglicher Art genutzt werden kann.

Vom Museum aus hat man einen unverstellten Blick auf das Geburtshaus des Künstlers, das dem Betrachter mit seinem roten Anstrich schon entgegen leuchtet. Im Inneren befinden sich neben einer Vielzahl von Bildern, Skulpturen, Möbeln und Arbeitsmaterialien auch viele persönliche Gegenstände. Peter August Böckstiegel, 1889 als Bauernsohn in Arrode, jetzt Werther, geboren, lies sich schon früh von den Menschen und Landschaften seiner Heimat inspirieren. Nach dem Studium in Bielefeld und Dresden kehrte er nach Hause zurück und entwickelte sich zu einem bedeutenden westfälischen Expressionisten. Er schuf im Laufe seines Lebens über 1300 Kunstwerke, die nun in wechselnden Ausstellungen zu sehen sind.

Die Gäste wurden in drei Gruppen unter fachkundiger Leitung von Nele Oelschläger, Ute Unterlöhner und Karola Eisenblätter durch die Räumlichkeiten geführt und hatten sogar noch die Gelegenheit, mit Robert Sterl einen weiteren Künstler kennen zu lernen. Der Dresdner Impressionist (1867-1932) bestellt die derzeitige Sonderausstellung bis zum 21. April und ist langjähriger Weggefährte Peter August Böckstiegels.

Wer noch mehr über den heimischen Künstler und sein Leben erfahren möchte, kann sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Böckstiegel-Pfad entlang der Schloßstraße durch den Grüngürtel der malerischen Stadt Werther machen. 17 ausgeschilderte Stationen verweisen auf Leben und Werk des Künstlers und führen in die Landschaft, die Böckstiegel zu Lebzeiten inspirierte.

Im Anschluss an den Rundgang rundete ein gemeinsamer Imbiss im Museumscafé den Abend ab. Sprecher Alexander Hakenholt stellte den Anwesenden das Jahresprogramm 2019 vor und die Gäste saßen bei einem Imbiss noch lange Zeit gemütlich beim Austausch zusammen.

Text und Fotos: Anja Noack

Dienstag, 12. Februar 2019 15:00 Uhr
Werther

Bilder der Veranstaltung